Was ist schwer?

Ja, der alte Seneca… aber seine Weisheiten sind noch immer aktuell. Die Menschen bleiben im Herzen gleich.
Meine Erfahrung: Was mir noch unklar ist, erscheint unüberwindlich. Wenn ich mich der Herausforderung stelle, finde ich Mittel und Wege öffnen sich. Was tue ich nicht alles für das glückselige Erfolgserlebnis nach gelungenem Wagnis!

Organischer Designprozess

Was stelle ich mir darunter vor?

Mich reizt im Arbeitsprozess das offene Ergebnis. Zu Beginn habe ich keine feste Vorstellung, wie das fertige Stück sein wird. Ich betrachte das Metall, Steine, Formen, Farben und lasse sie auf mich wirken. Manchmal schiebe ich das Projekt wieder weg und nehme mir ein anderes vor.

Entscheidung: Wird das Stück klassisch-symmetrisch oder „organisch“? Zur Zeit reizt mich eher der organische Prozess… Ich sehe ein glattes Stück Metall und bin neugierig zu sehen, wie es sich verändert, eigene Strukturen ausbildet, von mir geleitet, aber ergebnisoffen. Es entstehen natürliche Formen… manchmal sperren sie sich der weiteren Verarbeitung, dann heißt es: einschmelzen und von vorne beginnen.

Mit etwas Glück halte ich dann etwas in der Hand, in dem ich das zukünftige Schmuckstück erkenne. Und es wirkt, als hätte ich es gerade eben aus dem im Magmastom eines Vulkans herausgefischt.