Kleine Edelsteinkunde: Zirkon

Zirkon ist ein natürliches Mineral, chemisch ein Zirkonsilikat (ZrSiO2). In reiner Form, die selten vorkommt, ist er farblos bis weiß. Durch Fremdbeimengungen anderer Elemente entstehen farbige – graue, rot-/rotbraune, seltener gelbe, grüne oder blaue – Kristalle. Infolge seines diamantähnlichen Glanzes wird Zirkon gerne als Ersatz für Diamanten verwendet.
Blaue Zirkone kommen natürlich in Kambodscha vor (Ratanakiri) oder werden aus andersfarbigen Zirkonen durch Glühen bei reduzierenden Bedingungen erzeugt.

Der Name Zirkon stammt vom arabischen oder persische “zargun” für “Zinnober” oder “goldfarben”. Die Griechen kannten den Stein unter der Bezeichnung “Hyazinth” (von “hyakinthos” = “Jüngling”); erwähnt wird er schon um 300 ac.
Zirkon ist ein weltweit verbreitetes Mineral; es gehört zu den frühesten Mineralbildungen der Erde und des Mondes (siehe auch Altersbestimmung). Die ältesten bekannten Zirkonkristalle haben ein Alter von bis zu 4,4 Milliarden Jahren.

Zirkon ist nicht zu verwechseln mit dem synthetisch hergestellten, wertlosen Zirkonia (chemisch: ZrO2), der ebenfalls in der Schmuckherstellung verwendet wird.

(Quelle: wikipedia.de)

Kleine Edelsteinkunde: Spinell

Der  Name „Spinell“ leitet sich einer Interpretation nach vom altgriechischen „spinnos“ = Funkeln her.
Eine andere Herleitung verweist auf das altrömische Wort „spina“ oder „spinus“ = Dorn, das sich auf die harten, kleinen Kristalloktaeder beziehen könnte.

Die Kristallform ist vorwiegend oktaedrisch (8 Seiten) oder kubisch (Würfel); chemisch ist der Spinell ein Magnesium-Aluminat.

Reiner Spinell ist farblos, durch eingelagerte Metallionen wie Eisen, Chrom, Zink, Cobalt oder Mangan kommt er in verschiedenen Farbvarietäten vor: rot, orange, gelb, grün, blau, violett, braun, schwarz. Aufgrund seiner hohen Härte (Mohshärte 8) zählt er zu den besonders wertvollen „Edelsteinen“.

Im Mittelalter wurden rote Steine zusammengefasst unter der Bezeichnung „Karfunkel“. Erst ab ca. 1800 war man in der Lage, roten Spinell und Rubin chemisch voneinander zu unterscheiden.

(Quelle: Wikipedia)


Kleine Edelsteinkunde: Amethyst

Mein erster Edelstein war ein kleines Stück Amethyst-Druse, das meine Mutter im Andenkenshop auf dem Großglockner kaufte. Ich war elf Jahre alt, fasziniert von der regelmäßigen Form und Klarheit der Kristalle, ihrem durchscheinenden Leuchten. So etwas Schönes! – Heute ziert dieser Kristall die Stele auf dem Grab meiner Eltern.

Die Herkunft des Namens aus dem griechischen ἀμέθυστος (amethystos) – „dem Rausche entgegenwirkend“ – drückt den alten Glauben aus, dass ein Träger von Amethyst gegen die berauschende Wirkung von Wein gefeit sei. Ebenso sollte Wein aus einem Becher aus Amethyst nicht betrunken machen. Ursprünglich ergab sich dieser (Aber)glaube aus dem Brauch, den (Rot-)Wein mit Wasser zu verdünnen, welcher dann eine rötlich-violette (amethystfarbene) Färbung annahm. Gleichzeitig konnte man wesentlich mehr davon trinken, ohne gleich betrunken zu werden oder gar einen Kater erleiden zu müssen. (Quelle: Wikipedia)

Chemisch ist der Amethyst ein Quarz (wie Bergkristall), der durch Einschlüsse von Eisen-Ionen im Kristallgitter seine violette Färbung erhält. Er wird heute an vielen Standorten weltweit abgebaut. Ehemalige europäische Fundorte wie in Idar-Oberstein in Deutschland und Maissau in Österreich sind heute geschlossen und zu sehenswerten Museen, z.B. der Amethystwelt Maissau umgestaltet.

Zur Verarbeitung in Schmuck wird er in verschiedenen facettierten Formen – Brillantschliff, Navette, Briolett, Smaragdschliff – oder glatt als Cabochon geschliffen.

Als Geburtsstein ist der Amethyst dem Sternzeichen Steinbock zugeordnet, speziell den in der ersten Dekade, 22. bis 31. Dezember Geborenen.

In der alternativen Heilkunde wird der Amethyst auf vielfältige Weise eingesetzt. Er wirkt energetisierend und beruhigend, soll bei Hautkrankheiten, Blutarmut, nervlich bedingten Schmerzen, Kopfweh und Migräne wohltuend wirken, bei Epilepsie, Angstneurosen, Hysterie und Legasthenie helfen und wird bei Schlangen-, Zeckenbissen und Insektenstichen eingesetzt. Unruhe und Schlafstörungen, auch Krampfadern und Süchte werden mit ihm behandelt.
Zudem wird er als Meditationsstein verwendet.

Diese Heilwirkungen sind wissenschaftlich weder belegt, noch widerlegt. Es gilt: Wer heilt, hat recht. So kann jeder auf seine persönliche Weise damit verfahren. Persönlich glaube ich, dass Amethyst und andere Kristalle alleine aufgrund ihrer Schönheit der Seele gut tun. Und die enge Verbindung von Seele und Körper war schon Hildegard von Bingen bekannt!